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Laroche Offline




Beiträge: 3.218

18.07.2010 16:07
Play-off-Qualifikation antworten

Erstmals wird der letzte verbleibende Play-off-Platz anhand einer Doppelrunde in Gruppenformat ausgetragen. Dabei treffen die Hannover Indians, die Krefeld Pinguine, die Blue Lions Leipzig und Straubing Tigers aufeinander. Ein Blick auf die Ergebnisse untereinander verspricht an sich eine spanndende Runde zu werden. Beschränkt auf die Resultate der direkten Konkurrenten, würden sich die Pinguine knapp vor den Blue Lions qualifizieren:
1. Krefeld 10 Pts / +6
2. Leipzig 10 Pts / +2
3. Hannover I. 8 Pts / +2
4. Straubing 8 Pts / -10

Dennoch gehen die Hannover Indians als Favorit in die hartumkämpfte Qualifikationsgruppe. Der einmalige Pokalsieger platzierte sich immerhin in den vorangegangenen drei Spielzeiten immer für das internationale Geschäfts. Nichtdestotrotz versagte den Rothäutern in den entscheidenden Parten oftmals die Nerven. Sollte die Qualifikation gelingen, würde die Nordlichter erstmals nicht als Favorit in der 1. Runde antreten. Dies könnte die Mannschaft von Headcoach Biesterveld erstmals durch die erste Play-off-Runde führen. Die Niedersachsen kamen im Verlauf erst sehr spät in Fahrt und wurden immer wieder durch langwierige Verletzungen zurückgeworden (Brandner, Geisberger, Scalzo). Zudem hat der Star-Einkauf von Vitali Stähle im wohl grössten Blockbuster-Deal der DESL-Geschichte nicht den gewünschten Zweck erzielt. Immerhin konnte der Tabellendritte der Vorsaison die Play-off-Qualifikation sicher erreichen. Fast reichte es sogar zur direkten Qualifikation, jedoch machte der kommende Gegner, die Straubing Tigers, den Mannen vom Pferdeturm einen Strich durch die Rechnung. In den entscheidenden Spielen kann Dirk Biesterveld jedoch wieder auf die bewährten Kräfte zurückgreifen. Sogar Christoph Brandner (20 Tore in 19 Partien) wurde noch rechtzeitig fit. Zusätzlich verfügen die Indianer wohl mit dem eben erwähnten Brandner, Boris Blank (30 Tore) und John Tripp (23 Tore) über eine geballte Angriffsmacht. In den letzten Spielen gab es für die Rothosen jedoch einen deutlich Aufwand. Immerhin konnten 6 der letzten 10 Partien erfolgreich gestaltet werden. Darüber hinaus sind die Hannoveraner mit 9 Siegen auswärts genauso stark (schwach) wie zu hause (ebenfalls 9 Sieg bei 8 Niederlagen).

Den drohenden Absturz aus den Play-off-Plätzen konnten die Krefeld Pinguine noch zur rechten Zeit verhindern. Der Neuling hielt sich lange Zeit an der Tabellenspitze, bevor die Dresdner Eislöwen an den Seidenstädter vorbeizogen. Überraschend musste John Tripp die Sensationsmannschaft des ersten Vorrundendrittels verlassen und seitdem befanden sich die Rheinländer im freien Fall. Den Hebel konnten die Mannen von Sebastian van de Logt noch gerade rechtzeitig umlegen. Dennoch stehen 7 Pleiten aus den letzten 10 Partien zu Buche. Eine Bilanz, die kaum für die Play-offs gereicht hätte. Trotzdem können die Westdeutschen nur gewinnen. Die Schwarz-Gelben gingen als krasser Aussenseiter in die Spielzeit und sorgten auf Anhieb für Furore. Vor allem andererorts ausgemusterte Spieler wie Krzestan, Bassen, Bellissimo, Jörg, Brüggemann, Walter, Hördler, usw. brachten die Pinguine auf Kurs. Eine perfekte Mischung die im kommenden Jahr mit der richtigen Verstärkung abermals die Endrunde erreichen kann. Dabei gibt es beim KEV noch deutlich Luft nach Oben. Vor allem vor heimischer Kulisse konnte der Neueinsteiger nur 7 Siege bei 10 Niederlagen einfahren. Darunter fallen auch 3 deftige Heimniederlagen gegen die jetzigen Gegner (3:7 Indians / 5:6 n.V. Straubing / 2:3 Leipzig). Immerhin liest sich die Auswärtsbilanz mit 10 Erfolgen in 7 Partien deutlich besser. Krefeld konnte sogar deutlich hohe Auswärtserfolge gegen die drei kommenden Gegner einfahren (6:3 in Leipzig / 7:3 in Hannover / 7:2 in Straubing). Darüber hinaus kann GM van de Logt wieder auf, den bis zu seiner Meniskusverletzung internen Top-Scorer, Chad Bassen zurückgreifen. Für ihn muss wohl Neuzugang Daniel Pietta als 2. Center weichen. Sollten die Pinguine wieder zur alten Stärken zurückfinden, können sie die Sensation durchaus schaffen.

Die Blue Lions aus Leipzig haben sich zum Ende der Vorrunde selbst um die eigenen Früchte gebracht. Nur 3 der vergangenen 10 Spielen konnten siegreich gestaltet werden und bedeuteten den Absturz aus den Play-off-Rängen. Dabei hielten die Sachsen lange Zeit mit dem Spitzen-Sextet mit, mussten jedoch den amtierenden Meister aus Nürnberg vorbeiziehen lassen. Zudem konnten die Indians und Pinguine den Blau-Weissen nach unten durchreichen. Letzte Saison mussten die Ostdeutschen ebenfalls in die Pre-Play-offs, jedoch nur auf Grund einer finanziellen Strafe, welche der Truppe von Manager Oberrauner den dritten Platz gekostet hat. In den Pre-Play-offs scheiterten die Löwen an ihrem Erzrivalen aus Dresden. Der Niedergang der letzten Woche war gleichbedeutend mit der sickenden Leistungsstärke von Goalie Tobias Bannach, der von Rekordmeister Köln für den über die letzten 5 Jahre betrachtet besten Ligaschlussmann Mark Röhrig, kam. Zu hause konnten der einmalige Pokalsieger 9 Siege einfahren. Auswärts setzte es ebensoviele Niederlagen. Obwohl der Trend deutlich gegen die Blue Lions aussagt, so sollte die Low-Budget-Truppe nicht ausser Sicht gelassen werden. Keine andere Mannschaft sorgte in den vergangenen Jahren für so viele Überraschungen wie die Sachsen. Darüber hinaus verloren die Leipziger gegen ihre drei Gegner nur ein einziges Spiel nach regulärer Spielzeit (4:5 in Straubing) und es setzte nur eine weitere Niederlage in der Verlängerung gegen die Gäste aus Hannover (4:5 n.V.). Immerhin konnte die Truppe von Headcoach Oberrauner die Rückspiele jeweils gewinnen (6:1 gegen Straubung & 6:5 gegen Hannover).

Als krasser Aussenseiter starten die Straubing Tigers in die Play-off-Quali. Die Truppe von GM Mackert hat sich erst am letzten Spieltag für die Endrunde qualifizieren können, konnten jedoch nach einer wochenlangen Durststrecke noch im laufenden Monat und genau zur richtigen Zeit, den Hebel nochmal umlegen. Das zwischenzeitliche Tief wurde durch 5 Siegen in den vergangenen 6 Partien nochmals überwunden (ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten aus Iserlohn setzte es eine 2:7-Auswärtsschlappe). Zuletzt gab es sogar Achtungserfolg gegen den direkten Konkurrenten (3:1 am letzten Spieltag gegen die Indians) und den 4:3-Erfolg in der Overtime gegen Augsburg. Die Tigers vermaselten Gegner Hannover damit nicht nur die direkte Play-off-Qualifikation, sondern den Augsburger sogar den zweiten Tabellenplatz. Die Bayern sind somit seit 4 Heimpartien ungeschlagen. Dementsprechend positiv liest sich die Saisonheimbilanz der Mackert-Mannen mit 11 Erfolgen in 17 Partien. Mit 6 Auswärtssiegen belegt der EHC jedoch den letzten Tabellenplatz unter den noch 11 aktiven Mannschaften. GM Mackert kann vor allem auf einen breiten, gleichwertigen Kader zurückgreifen, in dem kein Spieler besonders heraussticht. Zudem zeigt die Formkurve beider Goalies (Jung & Pelletier) deutlich nach oben. Ausserdem können die Straubinger wieder auf ihren torgefährlichsten Verteidiger, Christian Chartier, zurückgreifen. Eine Play-off-Quali wäre eine richtige Sensation in dieser Saison.

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Chris Laroche (Kölner Haie & Augsburger Panther)

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