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Laroche Offline




Beiträge: 3.218

23.04.2009 10:09
Spieltag am 23. April 2009 antworten

Vor einer Minuskulisse von 4.596 Zuschauern beendeten die Kölner Haie ihre Negativserie durch einen ungefährdeten 5:2 Heimsieg gegen die Eispiraten aus Crimmitschau. Nach 3 Pleiten in Folge hält der KEC damit Anschluss an Platz 6 und könnte noch am SC Riessersee am letzten Spieltag vorbei ziehen. Die Rheinländer suchten fast in jeder Schussposition den Abschluss und zeigten nach wochenlanger Tristesse wieder Einsatz und Wille. Dennoch war es eine schwere Geburt, denn die wenigen Anhänger die den Weg in die Eishalle fanden, mussten bis zur 18. Spielminute auf den erlösenden Führungstreffer durch George Kink warten. Nach 33 Schüsse im ersten Durchgang und der knappen Führung im Rücken lief es beim Rekordmeister dann etwas besser zwischen den Reihen. Die durchgewürfelten Sturmreihen zeigten vor allem in Person vom letztjährigen Führungsspieler Steve Potvin ihre Früchte. Der 34-jährige Kanadier erzielte mit einem Doppelpack nach jeweiliger Vorarbeit von Linus Fagemo seine Saisontreffer 3 und 4 als neuer Rechtsaussen in Reihe 4 neben dem Schweden und Altergenosse Dieter Kalt. Abwehrrecke Mike Pudlick erhöhte in Minute 35 auf 4:0. Die schwach besuchte Heimkulisse musste dennoch kurzzeitig wieder den Atem anhalten nachdem Vitalij Aab und Greg Schmidt binnen 2 Minuten noch mal auf 2:4 verkürzen konnten. Left Wing Fortier konnte jedoch mit seinem vierten Powerplaytor der Saison kurz nach Wiederanpfiff die „Massen“ wieder beruhigen. Nach dem Aufwind der vergangenen Wochen mussten die Ostdeutschen aus Crimmitschau wieder eine Niederlage verkraften. Die beispiellose Pleitenserie von 15 Niederlagen am Stück nach einem herausragenden Saisonstart dürfte auf Grund der jetzigen Leistungen jedoch nicht mehr befürchtet werden. Die Eispiraten werden die Saison erneut frühzeitig am Samstag vor heimischer Kulisse gegen den EHC München beenden.


Den fünften Sieg in Folge konnten die Hannover Indians vor ausverkauftem Hause am Pferdeturm gegen den längst abgeschlagenen SERC aus Villingen-Schwenningen feiern. Diesmal machte der Play-off-Viertelfinalist des letzten Jahres die Partie jedoch spannender. Im Gegensatz zu dem gestrigen Spieltag lagen die Hausherren auf einmal 3 Tore in Rückstand, drehten das Spiel jedoch noch in der Schlussminute durch den derzeit überragenden Herbert Geisberger. In der 4 Minute der Verlängerung erzielte dann heute Hannovers bester Mann auf dem Eis, Xavier Delisle, mit seinem zweiten Treffer und vierten Scorer-Punkt an diesem Abend. Es waren die ersten Treffer für den 31-jährigen Kanadier im Dress der Rot-Blauen. Über die Stationen Nürnberg und Köln wechselte der Allrounder in die niedersächsische Landeshauptstadt und verbuchte in 14 Partien 8 Punkte. Mit dem siebten Heimsieg im laufenden Wettbewerb nähert sich die Mannschaft von Headcoach Dirk Biesterveld mit langem Atem den Nürnberg Ice Tigers. Es wäre sicher eine Genugtuung für Biesterveld und Co. die Franken im Endspurt noch zu überholen, nachdem man von Bücheler und seiner Truppe in der vergangenen Saison nocht „gesweept“ wurde. Der einmalige Pokalsieger aus Hannover muss noch an den verleibenden drei Spieltagen auflaufen und trifft dabei vor heimischer Kulisse auf Augsburg, die Scorpions und Straubing. Derzeit haben die Indians das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde inne, könnten jedoch nach schlechtem Verlauf den Platz an Wolfsburg oder sogar Riessersee einbüssen.

Der noch amtierende Meister befindet sich weiterhin im freien Fall. Eine bittere 4:5-Heimschlappe im Penaltyschiessen setzte es für die Breisgauer gegen Aussenseiter Straubing. Die Tigers freuen sich dagegen über den dritten Auswärtserfolg im vierten Saisonspiel auf fremden Eis und können bereits eifrig an der Zukunft basteln. Seinen ersten DESL-Treffer überhaupt erzählte dabei Rookie Clarke Wilm zum zwischenzeitliche 4:1 für die Gäste. Es wird jedoch auch der letzten Treffer für den 32-jährigen Kanadier bleiben in dieser Saison. Der Center musste kurze Zeit später mit einer Bauchverletzung die Eisfläche frühzeitig verlassen. Die Hausherren hatten die Partie zunächst im Griff und gingen durch Leitwolf Timothy Regan bereits in der 6. Spielminute verdient in Führung. Im Verlauf des ersten Drittels waren die Wölfe dem zweiten Tor näher als die Gäste dem Ausgleich, dennoch nutzte die Truppe von Headcoach Mackert die immer stärker während Unsicherheit und Nervosität des Meisters und drehten die Partie dank eines Doppelpacks von Brad Leeb in den letzten 3 Spielminuten des ersten Drittels. Für den 29-jährigen Leeb waren es die Tore 10 und 11 im 24 Saisonspiel. Als die Tigers im Mittelabschnitt dann auch noch durch Abwehrrecke Chartier und Center Wilm mit 4:1 in Führung gingen, glaubten nur noch die wenigsten in der Freiburger Eishalle an einer Wiederauferstehung der Schwarz-Roten. Einzig alleine die seit Jahren zusammenspielende erste Top-Reihe um den heute überragenden Herberts Vasiljevs stemmte sich gegen das drohende Aus noch vor den Pre-Play-offs. In Minute 37 konnten die Breisgauer noch mal auf 2:4 verkürzen und witterten wieder Morgenluft. Die Gastgeber erhöhten auch gleich den Druck im Schlussdrittel und kamen durch Verteidiger Norman Müller wieder auf ein Tor Rückstand heran. Die Mannschaft von GM Meier verlor jedoch daraufhin unerklärlicherweise den Rhythmus und überliessen den Tigers das Spielgeschehen. Straubing versuchte das Spiel nun frühzeitig zu entscheiden, scheiterte jedoch mehrmals an Goalie Christian Sess. Die Freiburger kamen nur noch selten in das gegnerische Drittel, doch 3 Minuten vor Schluss erhielt Arvids Rekis eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe. Die sich bietende Möglichzeit nutzte erneut Abwehrhüne Norman Müller um den Spielverlauf mit seinem ersten Doppelpack der Saison völlig auf den Kopf zu stellen. Die Freiburger hatten zu diesem Zeitpunkt immerhin einen Zähler auf der Habenseite und gingen auch im Shoot-Out durch Tim Regan in Führung. Erneut Leeb und Tutschek bescherten Cheftrainer Mackert jedoch den verdienten Zusatzpunkt und dämpft die wieder langsam gehegten Träume der Freiburger Zuschauer auf die gewohnte Endrundenteilnahme. Für die Hausherren war es bereits die vierte Pleite in Folge und die neunte Heimniederlage der Hauptrunde. Eine meisterliche Bilanz hört sich anders an. Die Wölfe treffen am Samstag in Köln auf den ebenfalls schwächelnden Rekordmeister, bevor es zu einem möglichen Endspiel in die Bundeshauptstadt nach Berlin geht. Die Tigers können ihre beeindruckende Auswärtsbilanz im Bayer-Derby gegen München und dann zum Saisonabschluss bei den Indians zu Hannover nochmals aufbessern.

Nutzniesser der überraschenden Heimniederlage des EHC Freiburg sind wieder einmal die Dresdner Eislöwen. Ein erneut bärenstarker Dimitri Pätzold und ein überragender Rob Collins liessen keinen Zweifel am heutigen Auswärtssieg in der Lausitz. Mit einem ungefährdeten 4:1-Erfolg über den ES Weisswasser kommen die Dresdner Eislöwen nach zweijähriger Abstinenz ihrem grossem Traum, die Endrundenteilnahme, wieder ein gutes Stück näher. Die Füchse von Headcoach Immer müssen jedoch nun wieder zittern. Der neue Pokalsieger hat seine 32 Vorrundenpartien bereits bestritten und ist nun zum Zuschauen verdammt. Die Lausitzer verzichteten erneut auf die Stützpfeiler Slovak und Francz und müssen nun auf einen weiteren Ausrutscher des Meisters aus Freiburg hoffen. Dresden, die bereits das Hinspiel mit 3:2 nach Verlängerung gewannen, haben jetzt bereits drei Zähler Vorsprung auf einen Nicht-Play-off-Platz und benötigen nur noch einen Sieg aus den letzten 2 Partien, entweder in Schwenningen oder Nürnberg. Es war bereits der 6 Auswärtserfolg für den ESC, der vor allem durch Goalie Pätzold und RW Collins bestimmt wurde. Der 25-jährige Pätzold, nach wochenlangem sportlichem Tief, auf einmal wieder aus dem Dornröschenschlaf erwartet, schrammte heute nur knapp an seinem zweiten Shut-Out in Folge vorbei. Erst Ronny Arendt vermasselte dem gebürtigen Kazachen das verdiente Zu-Null-Spiel. Teamkollege Collins war dagegen an sämtlichen Tore am heutigen Abend beteiligt und erzielte die letzten beiden Treffer selbst. Vor allem im Mittelabschnitt spielten sich die Eislöwen in Play-off-Form. Sagenhafte 30 Torschüsse feuerten Hart und Co. auf das Gehäuse von Danny Aus Den Birken ab. Eine makellose Bilanz für die ansonsten defensiv eingestellten Elbestädter. Der ESC hat nun alles selbst in der Hand und 2 Matchbälle am Wochenende. Ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten aus Schwenningen würde das Play-off-Ticket für Dresden bereits lösen.

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Chris Laroche (Kölner Haie & Augsburger Panther)

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