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Laroche Offline




Beiträge: 3.218

25.04.2009 12:57
Spieltag am 25. April 2009 antworten

Am vorletzten Spieltag sind die Würfel für die letzten beiden Play-off-Plätze gefallen. Der 6:5-Auswärtssieg der Dresdner Eislöwen am Bauchenberg in Villingen-Schwenningen zerschmettert jede verbleibende Hoffnung der "Lauernden" aus Freiburg, Berlin und München. Die Eisbären, immerhin mit einem 4:3-Achtungserfolg in Wolfsburg, können trotz nur drei Punkte Rückstand auf Weisswasser die Endrunde auf Grund der deutlich schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Die Mannschaft von Cheftrainer Marco Höfer hat und damit auch in der 2. Saison nach dem legendären Finalsieg über die Kassel Huskies von vor 2 Spielzeiten kein weiteres Play-off-Spiel mehr bestritten. Die Haupstädter erhöhen jedoch mit ihrem erst zweiten Sieg aus den vergangenen 9 Partien die Spannung auf den Plätzen 4 bis 7. Nach der dritten Heimpleite in Serie müssen die Grizzlies sogar um die driekte Play-off-Qualifikation bangen. Mit 2 Punkten im Heimspiel gegen München am morgigen Sonntag können die Niedersachsen jedoch den Sack aus eigener Kraft zu machen. Bei einer zeitgleichen Niederlage der Hannover Indians am Pferdeturm gegen die Straubing Tigers kann die Truppe von GM Warzecha sogar noch das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde ergattern. Die Indians-Spieler machten ihrem Headcoach Biesterveld jedoch heute im Stadtderby kein Geburtstagsgeschenk. Nach einer 4:1-Führung nach 20 Spielminuten unterlagen die Hausherren den Scorpions nocht mit 6:7. Der heute 31-jährige Biesterveld ist während dem Spiel sicherlich um weitere 10 Jahre gealtert. Die Indians dominierten die Partie im ersten Durchgang nach Belieben. Die Scorpions kamen überhaupt nicht in die Partie. Im Mittelabschnitt liessen die Gastgeber die Zügel jedoch etwas schleifen und der Tabellenzweite kam durch das 28. Saisontor von Tore Vikingstad auf 2:4 wieder heran. Ein weiteres, seltenes Tor von Dominic Auger, liess die Nervosität bei Biesterveld und seiner Truppe deutlich ansteigen. Der zweite Treffer von Mark Murphy, und nicht der letzte am heutigen Samstag, und der 29. Saisontreffer vom norwegischen Hünen Vikingstad, brachte die Scorpions auf einmal in Führung. Der seit Wochen bärenstarke Xavier Delisle glich im Schlussdrittel nochmal für die Rot-Hosen aus, doch Marcel Goc und Mark Murphy machten bei eihem letzten Gegentreffer von Boris Blank (ebenfalls 3 Tore) den Sack zu. Die Indians vergaben eine gute Möglichkeit sich von den Verfolgern abzusetzen und müssen nun um das Heimrecht in der ersten Runde bangen. Von Platz 3 bis 6 ist für den entthronten Pokalsieger noch alles möglich. Das erste Stadtderby in dieser Saison konnten die Indians noch mit 5:4 zu Ihren Gunsten entscheiden. Es war erst die 5 Heimpleite für den ehemaligen Europa-Vize. Der neue Europa-Vize, die Hannover Scorpions, sind seit drei Auswärtspartien ungeschlagen und gewannen bereits zum 11. Mal in dieser Saison auf fremden Eis.

Nun steht auch fest, dass die 1.DESL in ihrer bereits 14 Spielzeit innerhalb 7 Jahren einen neuen Deutschen Meister sucht. Mit dem EHC Freiburg qualifiziert sich zum zweiten Mal in Folge der Titelverteidiger nicht für die Endrunde. Nachdem den Eisbären aus Berlin im letzten Jahr dieses wenig schmeichelhafte Kunststück gelungen ist, erwischte es diesmal die Breisgauer. Die Wölfe konnte selten im Laufe ihrer Historie in der Hauptrunde überzeugen, schafften jedoch immer wieder die Wende und nahmen bisher an sämtlichen Play-offs seit dem DESL-Einstieg teil. Im vergangen Jahr schmiessen sie zunächst die favorisierten Scorpions als Tabellensechster aus dem Play-off-Viertelfinale, dann drehten die Schwarzwälder einen 2:3-Serienrückstand gegen Augsburg, bevor im Finale Tabellenprimus und Rekordmeister mit recht hohen Ergebnissen mit 4:2 abgeschlachtet wurde. Die Verjüngerungskur ist GM Meier an sich gelungen. Vor allem mit Holzmann haben die Süddeutschen eines der grössten Juwele in ihren Reihen (17 Punkte in 24 Partien). Des Weiteren bewies Meier ein goldenes Händchen beim Rookie-Draft mit Chris Harrington, der den Langzeitverletzten Pavlikovsky, mehr als ausreichend vertrat. Der 26-jährige Verteidiger war massgeblich am zwischenzeitlichen Aufschwung des noch amtierenden Meisters beteiligt und hamsterte insgesamt 20 Punkte in 17 Partien, wohl gemerkt als Abwehrspieler. Der Grund für das Scheitern ist jedoch beim sogenannten Stammpersonal zu suchen. Die Top-Reihe mit Regan, Vasiljevs und Dejdar, kam bis vor einigen Wochen überhaupt nicht in Tritt und liess sämtliche Defensivarbeit vermissen. Dieses Manko besass auch die Parade-Reihe der vergangenen Spielzeit mit Schmidt, Courchaine und Acker. Hinzu kam der Absturz von Spielern, die letzte Saison noch über ihren Möglichkeiten spielten, wie Hessel und Maurer. Des Weiteren brachten beide Goalies, sowohl Michaud als auch Sess, keine Konstanz und Sicherheit in die Mannschaft. Die Abwehrspieler um Top-Defender Norman Müller spielten die gesamte Hauptrunde unter ihren Möglichkeiten. Das Ausscheiden des Meisters noch vor den Play-offs ist sicherlich die bisher grösste Negativüberraschung der laufenden Spielzeit. Im Pokal scheiterten die Wölfe im Viertelfinale an Aussenseiter Weisswasser und im Europapokal überstanden die Schwarz-Roten nicht einmal die Gruppenphase. Es ist sicherlich eine Saison zum Vergessen für Meier und Co. Die verdiente 4:6-Pleite beim KEC ist bereits die 5 Niederlage in Folge. Insgesamt kann der Titelverteidiger eine wenig meisterliche Bilanz von 13 Siegen und 18 Pleiten vorweisen. Die Haie sind jedoch mit ihrem erst 7.Heimsieg der Saison wieder auf Play-off-Kurs und können bei günstigen Ausgang am morgigen Spieltag sogar noch das Heimrecht in Runde 1 erreichen. Eine Niederlage vor heimischer Kulisse gegen die auswärtsstarken Garmisch-Partenkirchen könnte jedoch auch den erstmaligen Gang in die Pre-Play-offs bedeuten. Der eben erwähnte SC Riessersee musste nach 3 siegreichen Partien einen psychologischen Dämpfer in Leipzig hinnehmen. Die 1:4-Pleite zwang die Bayern nicht nur den direkten Konkurrenten aus Köln vorbeiziehen zu lassen und verminderte damit die bessere Ausgangslage gegenüber den Rheinländern, sondern lässt die Blue Lions aus Leipzig wieder an der Möglichkeit zur direkten Play-off-Quali schnuppern. Mit einem Sieg bei den seit 15 Spielen siegreichen Augsburger und einer zeitnahen Niederlage der Alpenländer könnte die Truppe von GM Bopp den bitteren Gang in die Endrunde antreten lassen. Beide Mannschaften, die zu den grössten Positivüberraschungen der Saison gehören begegnten sich zunächst auf Augenhöhe, doch die Hausherren aus Leipzig machten im Gegensatz zum SCR die Tore. Die Gäste legten im Schlussabschnitt nochmal deutlich zu, doch der Anschlusstreffer von Liga-Top-Scorer André Savage wurde kurz vor Schluss in Leipziger Überzahl durch Cameron Mann egalisiert. Die Ostdeutschen sicherten sich mit dem ungefährdeten 9. Heimsieg der Saison zumindest das Heimrecht in den Pre-Play-offs, mit Option auf eine direkte Play-off-Quali.

Einen versöhnlichen Abschluss ermöglichten die Iserlohn Roosters den wenigen Zuschauern in der heimischen Eishalle beim deutlichen 8:3-Erfolg über die seit 4 Spieltagen auswärts ungeschlagenen Straubing Tigers. Der ehemalige Top-Defender, Stefan Kreuzmann war dabei mit 4 Treffern der Garant für den hohen Heimerfolg der Sauerländern. Selten wurden die Fans der Kampfhähne in dieser Saison so verwöhnt wie in der heutigen Partie gegen die Tigers. Im Gegensatz zu dem ehemaligen Vize-Meister aus Iserlohn, laufen die Straubing Tigers am morgigen Sonntag letztmals in dieser Saison auf und müssen beim Tabellenvierten, den Hannover Indians, antreten. Der Mannschaft von GM Mackert fällt dabei eine Schlüsselrolle zu. Sollten die Bayern Punkte aus der niedersächsischen Haupstadt entführen, könnten sich die Ausgangpositionen für die Play-offs nochmal deutlich verändern.

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Chris Laroche (Kölner Haie & Augsburger Panther)

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