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Laroche Offline




Beiträge: 3.218

30.04.2009 22:15
Pre-Play-offs: 2. Spiel antworten

Die Haie melden sich eindrucksvoll in die Serie zurück. Vor einer Rekordminuskulisse von 6.415 Zuschauern in der nur zu 1/3 gefüllten Kölner Eishalle, revanchierte sich der Redkordmeister für die 1:4-Schmach am Vortag. Der KEC fertigte die Lausitzer Füchse mit 8:1-Toren ab. Neben Torhüter Lukas Lang lieferten vor allem Adrian Grygiel mit 3 Toren und 1 Assists, George Kink mit 4 Assists und Defender Jan Hemmes mit 2 Toren und 1 Assists überragende Leistungen ab. Die Domstädter waren gegenüber den letzten Wochen nicht mehr wieder zu erkennen und legten förmlich eine Leistungsexplosion hin. Es war die wohl beste Saisonleistung der Rheinländer. In der Defensive liessen Steingross und Co. nichts anbrennen und erlaubten den Ostdeutschen nur wenige Einschussmöglichkeiten. Der Angriff der ersten und zweiten Sturmreihe liess vor allem das erfahrene Abwehrpäarchen Armstrong/Julien nocht älter aussehen als sie es schon sind. Den Ehrentreffer des Abends für die weit hergereisten Gäste aus der Lausitz erzielte Tony Voce in der 35-jährigen Spielminute. Davor fand die Partie nur im Drittel der Füchse statt. Am Ende feuerten die Haie mehr als doppelt so viele Schüsse auf das gegnerische Tor ab als der ES Weisswasser (Verhältnis: 67 zu 30). Die Nordrheinwestfalen dominierten das zweite Duell in den diesjährigen Pre-Play-offs von Beginn an und lagen nach 20 Minuten durch Dzieduszycki und Grygiel mit 2:0 in Führung. Binnen wenigen Spielminuten im Mittelabschnitt erhöhten die Haie durch Tore von Fortier, erneut Grygiel und Hemmes auf 5:0, bevor der eben erwähnte Voce den ersten und einzigen Widerstand leistete. Im letzten Durchgang hatten die Kölner immer noch nicht genug und schickten die Rot-Gelben durch einen Treffer von Scott King und einem Doppelpack vom herausragenden Adrian Grygiel mit 8:1 nach hause. Am morgigen Samstag treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Diesmal wird das Duell in der Lausitz ausgetragen. Beide Teams dominierten bisher jeweils eine Partie. Es wird sicherlich ein richtungsweisendes Spiel.

Auch im zweiten Pre-Play-Off-Heimspiel sahen die Blue Lions Leipzig im Derby gegen die Dresdner Eislöwen kein Land. Mit 0:6 ging der einmalige Pokalsieger vor ausverkauftem Hause unter. Der ESC Dresden ist nunmehr seit 6 Spielen ungeschlagen und verfügt nun über drei Matchbälle. Bereits am Samstag können die Mannen von Headcoach Steffgen den Sack zu machen. Das Spiel begann wie in der 1. Partie. Nach einem katastrophalen Fehlpass verwandelte Marvin Tepper alleinstehend vor Mark Röhrig zum 1:0 in der 2. Spielminute ein. Es sollte zudem das Siegtor bleiben. Nur drei Minuten später erhöhte Abwehrrecke Marco Schütz auf 2:0, bevor Top-Scorer Matthias Hart mit einem Doppelpack seine Farben einen 4:0-Vorsprung nach dem ersten Drittel bescherte. Die Blue Lions standen im ersten Durchgang völlig neben sich und liessen den Sturmlauf der Dresdner über sich ergehen. Im Mitteldrittel schalteten die Eislöwen zwei Gänge herunter und verwalteten geschickt das Ergebnis. Die Blue Lions wollten sich jedoch nach einer überragenden Hauptrunde nicht so einfach in den vorzeitigen Sommerurlaub verabschieden und kamen zu einigen guten Torchancen. Die Mannschaft von GM Oberrauner drängte auf den Anschlusstreffer, doch die effizienten Elbestädter brachen den Blue Lions in Person von Charlie Stephens in der 34. Spielminute endgültig das Genick. Im Schlussabschnitt machten die Gäste erneut das halbe Dutzend durch Youngster Maximilian Brandl in der 48. Spielminute voll. Es sollte zugleich der Endstand sein. Dimitri Pätzold kann sich über seinen zweiten Shut-Out binnen einer Woche freuen und kann sich zurecht als Vater des derzeitigen Dresdner Höhenflugs nennen. Leipzig steht nun in Dresden mit dem Rücken zur Wand und müssen unbedingt den Hebel umlegen. Noch in der Hauptrunde bezwangen die Blue Lions den ESC Dresden mit 4:2 und 5:2. Vor allem die drei Leistungsträger der Hauptrunde, Goalie Mark Röhrig, Top-Defender Jason Holland und Power-Forward Cameron Mann lassen derzeit alles vermissen, was sie während der Hauptrunde so ausserordentlich und vor allem begehrenswert bei anderen Teams machte. Schlussendlich ist es jedoch kollektives Versagen bei den Blau-Gelben. Auch weitere Leistungsträger wie Marty Wilford, der bei 7 der 12 Gegentoren auf dem Eis stand und Petr Fical so wie Tim Leahy, der die beste Vorrunde seiner langen DESL-Karriere ablieferte, sind gegenüber den spritzigen Dresdner mehr als einen Schritt langsamer. Ob die Blue Lions die Serie noch mal am Samstag drehen können ist mehr als zweifelhaft.

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Chris Laroche (Kölner Haie & Augsburger Panther)

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